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Varianten

FeAp 613 bis 616

1968 wurden als Nachfolger des W48a die FeAp 613 bis 616 eingeführt. Sie dienten als erster Apparat für eine A2 (2-Apparate)-Schaltung bzw. private Zusatzendgeräte wie Anrufbeantworter und waren mit zusätzlichen Gabelumschalterkontakten ausgerüstet. Außerdem konnte man sie über einen besonderen Nachbildungssatz (Stecker auf Kontakte N1 bis N4) an besonders lange Anschlussleitungen anpassen. Weitere Kondensatoren machten sie stabiler gegen Störeinflüsse (z.B. durch Bahnstrom) und sie hatten anstelle der 2-fedrigen Erdtaste des FeAp 612 eine 5-fedrige Erdtaste mit weiteren Schaltungsmöglichkeiten.

Übersicht aller Typen:

Typ Ausstattung
611
612 Erdtaste
613 Nachbildungsergänzung, GU für Zusatzapparate,
614 Nachbildungsergänzung, GU für Zusatzapparate, Erdtaste
615 Nachbildungsergänzung, GU für Zusatzapparate, Schauzeichen
616 Nachbildungsergänzung, GU für Zusatzapparate, Erdtaste, Schauzeichen

Der FeTAp 616 D hat anstelle des Schauzeichens eine "Modemtaste" zur Aktivierung eines Modems am selben Anschluss.

FeTAp 612-1 FeTAp 615-1 FeTAp 616-1 D
FeTAp 612-1
 
FeTAp 615-1
 
FeTAp 616-1 D
(Quelle: Marco Kosmehl)
Schaltplan FeTAp 616-1 geöffneter FeTAp 615-1
Schaltplan FeTAp 616-1
(Quelle: Hilfsbuch für Entstörer)
geöffneter FeTAp 615-1

 

Steckbrücke auf N1 bis N4 für den Nachbildungssatz Ein SV-Stecker wird zur Erweiterung der Leitungsanpassung auf die Kontakte N1 bis N4 aufgesteckt.
Steckbrücke auf N1 bis N4 für den Nachbildungssatz

 

Sollen die FeAp 613 - 616 mit 2 Sprechstellen benutzt werden, so muss eine A2-Schaltung aufgebaut werden.

Die zweite Sprechstelle ist ein FeAp 611 bzw. 612, der durch den ersten Apparat durchgeschleift wird. Die folgende Abbildung verdeutlicht dies:

A2-Schaltung
A2-Schaltung  (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer)

Wird der Handapparat der zweiten Sprechstelle abgehoben, zeigt dies das Schauzeichen der FeAp 615 und 616 an. Am ersten Apparat kann jederzeit das Gespräch übernommen werden. Hebt man den Handapparat der ersten Sprechstelle ab, so wird der zweite Apparat getrennt.
Umgekehrt kann durch Abnehmen an der zweiten Sprechstelle und Auflegen an der ersten Sprechstelle ein Gespräch weitergegeben werden.
Ein Mithören ist keinesfalls möglich.

Anschluss eines FeAp 615 und 611 mittels A2 Schaltung:

vom Amt AS7 1. Apparat zum 2. Apparat AS4 2. Apparat
1 weiß a2 1 weiß
2 braun b2 2 braun
a1 3 grün
b1 4 gelb
5 grau W 3 grün
6 4

Von der Vermittlungsstelle kommen a1 und b1. Nach Durchschleifen durch den ersten Apparat werden a2, b2 und W zum zweiten Apparat geführt.

Regelschaltung beim FeTAp 615
Regelschaltung beim FeTAp 615:
A1 und A2 sind verbunden,
Schauzeichen ist auf B1 und B2.
Anschluss mit AS7-Stecker.
Die FeAp 613 bis 616 können auch als Einzelapparat betrieben werden. Allerdings muss hierzu die Regelschaltung (Auslieferungszustand) auf die Einzelbetriebsschaltung geändert werden, ansonsten klingelt der Wecker bei ankommendem Ruf nicht.
Die Steckbrücke ist von A1/A2 auf A1/A3 zu stecken. Bei FeAp 613/614 ist der Koppelstecker von B1/B2 abzuziehen und mit der isolierten Mittelklemme auf B2 zu stecken. Bei FeAp 615/616 die weiße Ader des Schauzeichens von B1 auf B3 stecken..

 

FeWAp 61

1967 wurde als Ablösung des W49 der Fernsprech-Wand-Apparat 61 (FeWAp 61) eingeführt.
Er entspricht der Schaltung der Tischapparate und war in allen Ausführungen (FeWAp 611 bis 616 bzw. FeWAp 611/612 GbAnz) der Tischapparate lieferbar. Die Standardfarbe der DBP war allerdings nur kieselgrau. Es hat den FeWAp 61 auch in anderen Farben für private Nebenstellen gegeben (siehe Seiten Farben).

FeWAp 611-1 FeWAp 611-1 und Wandanschlussplatte WPl 61 offener FeWAp 611-1
FeWAp 611-1 FeWAp 611-1 und Wandanschlussplatte WPl 61 offener FeWAp 611-1

 

Wandanschlussplatte WPl 61

Die Wandanschlussplatte wird an der Wand befestigt, anschließend die Leitungen an die Klemmen geschraubt.
Der Wandapparat wird aufgesetzt und nach unten gedrückt, bis er einrastet. Die Steckkontakte stellen automatisch eine Verbindung zum Apparat her.
Anschließend wird die Schraube oben rechts noch eingesetzt (die Deutsche Bundespost setzte nun noch eine Abdeckkappe als Verplombung auf die Schraube).