Startseite FeAp 61 - Der Fernsprechapparat 61
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Sonderapparate
FeAp 61 GbAnz
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![]() Schaltplan FeAp 61 GbAnz (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
1968 führte die Deutsche Bundespost den FeAp 61 GbAnz ein. Er besitzt dasselbe Rollenzählwerk wie im Vorsatzgebührenanzeiger 68v (siehe Seite Zubehör).
Er war mit und ohne Erdtaste (FeAp 611/612) als Tisch- und Wandapparat lieferbar. Er wurde durch die DBP nur in kieselgrau angeboten, allerdings gab es über private Anbieter auch farbige Versionen.
Das Schloss dient zum Zurückstellen des Gebührenanzeigers und zum Sperren abgehender Gespräche. Die senkrechte Stellung ist die Grundstellung. Nach links gedreht wird der Nummernschalter kurzgeschlossen. Bei einer Drehung nach rechts stellt sich das Rollenzählwerk zurück und der Schlüssel geht durch Federkraft wieder in die Grundstellung.
Außerdem konnte er mit einem steckbaren Nachbildungssatz zur Anpassung an lange Anschlussleitungen ausgestattet werden.
Um die 16 kHz-Gebührenimpulse zu erhalten, musste ein monatlicher Aufpreis gezahlt werden.
Es gab den 61er auch nur mit Sperrkontakt (z.B. FeTAp 612-2 SK) für private Nebenstellen.
Rückfrageapparat RüAp 612
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![]() Schaltplan RüAp 612 (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
Ab 1966 wurde dieser Zweileitungsapparat von der Deutschen Bundespost angeboten. An ihn werden zwei Amtsleitungen im Wandanschlusskasten angeschlossen (Klemmen La1 und Lb1 bzw. La2 und Lb2).
Die Schauzeichen sind aktiv, wenn auf einer
Leitung ein Gespräch gehalten wird, wenn auf einer anderen Leitung gesprochen
wird.
Die roten Leistungstasten schalten auf die entsprechende Amtsleitung um. Um eine
Leitung zu belegen, muss nach dem Abheben des Handapparats eine der roten Tasten
bedient werden.
Die weißen Tasten sind die Freischaltetasten. Mit ihnen kann einen Verbindung
ausgelöst werden. Mit Auflegen des Handapparats wurden beide Verbindungen
ausgelöst. Die Taste in der Mitte ist die Erdtaste.
Aus Platzgründen ist der Wecker für die Leitung 1 im Wandanschlusskasten untergebracht. Für Anrufe auf Leitung 2 tönt eine Schnarre im Gehäuse des Apparats.
Es konnte nur zwischen den beiden Leitungen
gemakelt werden. Eine Dreierkonferenz war nicht möglich.
Einzige durch die DBP angebotene Farbe war kieselgrau.
Tastwahlapparate auf Basis des 61ers
Der 61er wurde von einigen Herstellern mit Tastwahlblock anstelle eines Nummernschalters geliefert.
Der Leichtwahl-Tastenapparat 173 von Bosse auf 61er-Basis wurde mit Tastenblock ausgeliefert. Dass es sich nicht um einen nachträglichen Einbau handelt, beweist der Herstelleraufkleber.
Der erste Siemens-Apparat wurde im Jahre 1973 hergestellt.
Er trägt die Bezeichnung S 30054-S5323-V1-2. Der
Tastwahlblock beherrscht das MFV.
Der zweite Siemens-Apparat ist von 1966 und hat einen MFV-Tastwahlblock mit 10
Tasten.
Der SEL Assistent (siehe Seite Der
61er) wurde auch als Assistent D
bzw. Q mit
Tastwahlblock und etwas veränderter Form ausgeliefert. Die Handapparateschnur
konnte wahlweise links oder rechts umgesteckt werden. Interessant auch die
Farbvariation in orange. Die Geräte stammen beide aus dem Jahre 1974.
Dennoch sollte er nicht
der erste Standard-Tastwahlapparat der DBP werden.
1977 führte die DBP mit dem 75er einen eigenen Apparat mit Tastwahl ein (Bild Seite Historie), der nur gegen Aufpreis gemietet werden konnte. Erstaunlicherweise wurde dieser von den Kunden nicht besonders gut akzeptiert, so dass 1979 mit dem 79er eine weitere Version des 7ers mit Nummernschalter ins Angebot kam. Somit gab es kurze Zeit zwei Standardapparate (FeAp 61 als A-Modell und den FeAp 79 als T-Modell) im Programm.
Als Zubehör wurde ebenfalls ein Tastwahlblock zum Nachrüsten angeboten (siehe Seite Zubehör).
Basa-Fernsprecher W61 (ohne Nummernschalter)
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Die FeAp 61 für die Deutsche Bundesbahn (Basa = Bahn-Selbstanschluss-Anlage) wurden als W61 bezeichnet (FeTAp 612-2 = W612).
Diese Apparate wurden auch ohne Nummernschalter ausgeliefert. Zwar gab es die Abdeckplatten für die Nummernschalteröffnung auch separat, dieser Apparat war aber originalverpackt vom Hersteller.
Er entspricht vollkommen dem FeTAp 612-2, jedoch sind NS-Kontakte 1 und 2 kurzgeschlossen.
Dieser W61 wurde für Sprechstellen verwendet, von denen nicht selber angerufen werden sollte (z.B. vom Fahrdienstleiter in einen Aufenthaltsraum).
Außerhalb der DB fand man diesen Apparat z.B. auch an Nebenstellenanlagen in Hotels, die nur über eine Handvermittlung Verbindungen aufbauen konnten. Angerufen werden konnten diese Apparate selbstverständlich jederzeit.
FeTAp 61-S5 (Quelle: DBP)

Der FeTAp 61-S5 mit erhöhter Zugriffsicherheit wurde für Stellen entwickelt, bei denen ein erhöhter Schutz vor Manipulationen erforderlich ist.
Dieser Apparat hat auf der Grundplatte
zusätzliche Ruhekontakte, die bei Öffnung des Geräts einen separaten
Stromkreis schließen, der eine Meldeeinrichtung auslöst.
Die Anschlussdose (VDo 7) befindet sich in einem mit
Sicherheitsschloss versperrbaren Wandkasten.
Er war als FeTAp 611-S5 und 612-S5 in kieselgrau lieferbar. Eine Einbindung in eine A2-Schaltung und
der Anschluss von Zusatzeinrichtungen war nicht erlaubt. Ferner durfte er
vom Entstörer nicht geöffnet, sondern nur komplett ausgetauscht werden.
Notrufabfrageapparat 73 (im Lieferprogramm der DBP)

Notrufabfrageapparat 73 (Quelle: Hilfsbuch für
Entstörer)
Der Notrufabfrageapparat wurde von der DBP für
Sonderkunden vertrieben. Dies war insbesondere die Polizei.
Dieser 61er wird mittels eines Steckers an den Standortabfrage-Untersatz
angeschlossen.
Die Digitalanzeige zeigt die vierstellige Standortnummer des Notrufmelders des
Notrufssystem 73 an einem öffentlichen Fernsprecher an.
Die Bedienelemente sind von links nach rechts: Leitungstaste, Leitungslampe, Betriebs-Bereitschaftslampe, Anruflampe und Erdtaste.
Über diese Anschlüsse war es möglich, einen Anruf zurückzuverfolgen (die VSt musste personell besetzt sein). Außerdem konnte eine Blockade durch nicht auflegende Anrufer vermieden werden.
Nebenstellenapparate
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![]() Reihenapparat 212 (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
![]() Reihenapparat 234 (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
![]() Chefapparat Kleine Vorzimmeranlage 61 (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
![]() Kleine Vermittlungseinrichtung VHd 105 (Quelle: Hilfsbuch für Entstörer) |
Auf Basis des 61ers wurden verschiedenste Haupt- und Nebenapparate für Nebenstellenanlagen durch die DBP und private Hersteller geliefert. |
Ausländische Apparate
Die Form des FeAp 61 wurde auch im Ausland
verwendet, so z.B. in Spanien, Australien und Dänemark.
Spanien
Die Ähnlichkeit zum SEL Assistent ist leicht nachvollziehbar: Sowohl Citesa als auch SEL gehörten zu ITT. Interessanterweise wurde die Wandversion in Spanien mit der alten Form des SEL Assistenten weiterhin gebaut.
Australien
![]() Tischapparat Australien (Quelle: Fabian Duckhorn) |
![]() Tischapparat Australien (Quelle: Fabian Duckhorn) |
![]() Tischapparat Australien (Quelle: Fabian Duckhorn) |
![]() Tischapparat Australien (Quelle: Fabian Duckhorn) |
Die Grundprinzipien des FeAp 61 wurden im australischen Apparat umgesetzt, der seit 1963 produziert wurde. Die freie Verdrahtung ist einer Platine gewichen und Bauteile können mittels Steckkontakte leicht ausgetauscht werden. Interessant ist neben dem Doppeltonwecker der Lufteinlass in der Griffmulde. Die Lage der Schnüre für Handapparat und Amt kann vertauscht werden.
Es gab insgesamt über 250 Ausführungen des FeAp
61. Auf dieser Seite sind nur die am weitesten verbreiteten dargestellt.